Kunst-Mentoring ist ein Projekt von Künstlerinnen für Künstlerinnen. Träger seit der Modellphase 2004/05 ist das Kulturbüro Rheinland-Pfalz. Gefördert wird das Projekt aktuell vom Kulturministerium des Landes Rheinland-Pfalz.

MentoRing zum ersten Mal verliehen – Dank für Engagement an … | 4. November 2014

Im Rahmen der Festveranstaltung haben Kulturministerin Doris Ahnen und Lukas Nübling, Geschäftsführer des Kulturbüros Rheinland-Pfalz, im Namen des Projekts vier Künstlerinnen mit dem MentoRing (Entwurf und Ausführung: Tanja Roolfs) ausgezeichnet, die sich seit zehn Jahren vielfach als Mentorinnen und darüber hinaus mit großem Engagement für das Netzwerk eingesetzt haben: Alexandra Deutsch, Karin Meiner, Cornelia Rößler und Katarina Veldhues. Die Auszeichnung soll in Zukunft noch häufig vergeben werden, so wünschen es sich zumindest die Akteurinnen des Netzwerks.

Viele bekannte und viele neue Gesichter sind der Einladung des Kulturbüros in die waggonfabrik 6333 gefolgt: Künstlerinnen, die das Projekt als Mentorinnen unterstützt haben, und die als Mentees gefördert worden sind, Initiatorinnen von Projekten, die ihrerseits Arbeit und Zusammenarbeit von Künstlerinnen fördern, Ausstellungsmacher und -macherinnen, auf der Suche nach neuen Eindrücken, Impulsen und Kontakten.
Dass sowohl das 1 : 1-Mentoring als auch das Netzwerk wertvolle und bisweilen existenzielle Aufgaben übernehmen, daran haben die vielfältigen Statements und und Kommentare im Gespräch keinen Zweifel gelassen. Wie es mit dem Erreichten weitergehen kann, ist aufgrund beschränkter Finanzen ungewiss. Eine fünfte Mentoring-Runde wird in Kürze an den Start gehen, umso mehr Eigeninitiative wird von den bisher Beteiligten gefordert sein, um gemeinsame Aktivitäten mit Bordmitteln zu realisieren.

Zwischenstand – 10. Geburtstag des Projekts | 1. Oktober 2014

Wir laden herzlich ein: das Mentoring-Projekt ist in diesem Jahr bereits seit 10 Jahren aktiv, und das ist ein Grund zum Feiern. Zum Zwischenstand haben wir Kolleginnen aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen eingeladen, die wir in einem Workshop am Nachmittag befragen. Gegen Abend wird gefeiert, mit Doris Ahnen, Lukas Nübling, Barbara Auer, Ines Diederich, Ute Hartwig-Schulz, Ursula Theißen, Nicole Ahland, Karin Meiner, Cornelia Rößler, Judith Spang, Petra Warrass und vielen anderen. Wir hoffen auf eine legendäre Künstler_innenparty! Seid dabei – um Anmeldung wird gebeten. Bis 06.10. ans Projektbüro, per Fax oder eMail. Besten Dank.

 

1. Futropolis-Preis für die Stadt der Zukunft an Claudia Schmitz | 1. Oktober 2014

Wir gratulieren der Künstlerin Claudia Schmitz, die mit ihrem Recycling-Kunst-Projekt Benutzte Gegenwart den ersten 1. Futropolis-Preis für die Stadt der Zukunft erhält. Eine Installation aus 60 Windhosen aus gefundenem Plastikmüll entsteht im sogenannten Berliner Mauerpark.

Der Futropolis e. V. will zeigen, wie die Zukunft aussehen kann: Urban Gardening, Umnutzungen, Wohnprojekte und Transportmodelle werden vorgestellt. Mit dem Futropolis-Kunstpreis sollen jährlich wegweisende künstlerische Projekte ausgezeichnet werden, die in den bekannten Problemfeldern Energie, Transport, Reycling und Zusammenleben Lösungen für das kommende Jahrhundert sichtbar machen.

Im Rahmen der Preisverleihung am Samstag, 04.10.2014 um 15 Uhr bietet der Verein eine kostenlose Führung zur Installation und zur Geschichte des Ortes an. Die Künstlerin wird anwesend sein. Herzlichen Glückwunsch nach Berlin!

Hello – Goodbye – Hello | 3. Juli 2014

An einem Sonntag am Rhein: beim Netzwerktreffen mit Teilnehmerinnen von der ersten Runde an, Kollegen und Kolleginnen, die zum ersten Mal dabei waren, sind wir uns in vielen Rollen wieder begegnet: als Gäste und Gastgeberinnen, Ausstellungsbesucher_innen und Kuratorinnen, Künstler_innen und Kunstwissenschaflter_innen, Referenten_innen und immer wieder als Kollegen_innen.

Zu Gast waren wir im Arp-Museum Bahnhof Rolandseck, Jutta Mattern und Sylvie Kyeck haben uns beim Treffen in Kaub im vergangenen November zu einem Besuch in Remagen eingeladen. Die Terrasse des Museums war der heimliche Mittelpunkt des Tages, der Gang durchs Haus wie immer ein Erlebnis, dem man durch Zeitplanung nicht beikommen kann. Wir bedanken uns herzlich bei den Kuratorinnen für die Sonntagsschicht: Jutta Mattern hat uns durch die Ausstellung Macht.Wahn.Vision. Rapunzel & Co. – von Türmen und Menschen in der Kunst geführt, und Susanne Blöcker durch die Ausstellung Leibhaftig. Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz.

Beide Ausstellungen sind in das Jahresprogramm des Museums eingebettet, zum Thema Die menschliche Dimension, an das wir uns mit der zweiten Slam_Jam Kunst & Körper angeschlossen haben. Bei den Slam_Jammer_innen Karin Meiner, R. M. Naeem, Gastkünstler der Walpodenakademie aus Pakistan, Cornelia Rößler, Claudia Schmitz, Cony Theis und Petra Warrass, die ihre Position mit dem Fokus Kunst & Körper dargestellt haben, möchten wir uns ebenso herzlich bedanken wie bei Nicole Ahland, die das Treffen mit vorbereitet und begleitet hat.

Die besonders Ausdauernden unter uns haben den Tag mit einem Spaziergang am Skulpturenufer mit der neuesten Arbeit Rheinschlafen und einem Besuch der Geheimen Gärten ausklingen lassen, auch der geheime Biergarten sei für die ausdauernden Leser unter Ihnen zur Einkehr empfohlen.

Und die ganz besonders Ausdauernden sind bereits am Samstag angereist und haben im Kunstbüro Burgbrohl bei Karin Meiner unter anderem verschiedene Aspekte der Professionalisierung diskutiert. Der Gastgeberin und allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön.

Glückwunsch an Alexandra Deutsch: das Christa Möhring-Stipendium | 10. Mai 2014

Die Jury hat es sicher nicht leicht gehabt, auch wenn hinterher alle denken: natürlich geht das Stipendium, das von der Stadt Wiesbaden in diesem Zyklus zum Thema „Faszination Farbe“ ausgelobt worden ist, an Alexandra Deutsch, die mit ihren Objekten aus Papier und Textil das Thema ausdrucksstark und, so wie es aussieht, durchaus lustvoll bearbeitet. Der gut dotierte, mit einer Ausstellung und einem Katalog verbundene Preis erinnert an die große Kollegin Christa Möhring, die im vergangenen Jahr verstorben ist. Neben der konsequenten eigenen künstlerischen Arbeit hat sie sich bis ins hohe Alter für Kollegen und Kolleginnen eingesetzt, und so die Belange der Künstlerinnen und Künstler der Öffentlichkeit zu Bewusstsein gebracht. An ihr notwendiges, oft tatkräftiges Engagement erinnern wir uns mit dieser Preisverleihung und freuen uns auf die Ausstellung von Alexandra Deutsch – noch einmal: Herzlichen Glückwunsch!

 

On the Road – Künstler_innengespräch | 10. Mai 2014

Zur Finissage der gemeinsamen Ausstellung von Simone Demandt und Peter Riek im Wiesbadener Bellevuesaal am 27.04.2014 haben wir ein Werkgespräch der beiden mit Nicole Ahland und Dr. Anja Cherdron-Modig erlebt, das den Zusammenhang der ausgestellten Arbeiten zum jeweiligen Werk herstellt und gleichzeitig deutlich macht, wie sich manchmal fast von selbst, man möchte fast sagen aus einem inneren Zusammenhang heraus, eine Ausstellungsidee realisiert. Die Straße verbindet Simone Demandt und Peter Riek, die in künstlerischer Intention, Herangehensweise an Inhalte und Medien sowie Zuschauerfragenbeantwortung ihre Unterschiedlichkeit lebhaft zum Ausdruck gebracht haben, seit Studientagen. Getragen von persönlicher Wertschätzung für die Arbeit des anderen und Sympathie, war der Wunsch, gemeinsam auszustellen, über Jahre gewachsen, der Bellevuesaal konnte ihn erfüllen.

Für das Mentoring-Netzwerk war die Veranstaltung ein besonderes Highlight im 10. Jahr unserer Tätigkeit: nicht nur dass mit der Mentorin Simone Demandt eine renommierte Fotografin, die das Medium souverän in all seinen, oft schwierigen Dimensionen gründlich zu befragen weiß, zu Gast war. Immer wieder sind wir froh, dass die versierte Kollegin aus Baden-Württemberg unser Netzwerk mit Rat und Tat unterstützt. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die Netzwerke da zusammenwachsen, wo sie zusammen gehören, und Alexandra Deutsch, Mentorin der ersten und zweiten Projektrunde, hat als langjährige 2. Vorsitzende des Vereins über den Bellevuesaal-Verein informiert. Wieder gehört sie ebenso wie Nicole Ahland und Dr. Anja Cherdron-Modig dem Anfang des Jahres neu gewählten Vorstand an. Gemeinsam setzen sie die profilierte Ausstellungstätigkeit des Vereins fort, der sich konsequent an den Belangen der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler orientiert. Tipp am Rand: bis 30.06.2014 kann man sich für Ausstellungen bewerben, gerne auch im Doppel, wie Simone Demandt und Peter Riek, nähere Infos auf der Website des Vereins.

Das blaue Band, Film zum Projekt von Ulli Böhmelmann | 6. Mai 2014

Im Mai 2011 hat Ulli Böhmelmann in Tscheljabinsk / Südural (RU) auf Einladung der Galerie OkNo drei ortsbezogene Installationen erarbeitet, eine davon im öffentlichen Raum: Blaues Band – im Pushkin Park. Gedichte von Alexander Pushkin, Eduard Mörike sowie von den zeitgenössischen Dichtern Grants und Tiffert sind mit dem blauen Band verwoben im Park zu sehen und zu hören gewesen, um die Kraft des Frühlings, von Aufbruch und Veränderung zu bündeln.

Das Making of ist jetzt bei Vimeo zu sehen, Ulli Böhmelmann schreibt dazu: „Nun endlich ist der Dokumentarfilm über mein russisches Ausstellungsprojekt Blaues Band, 2011 online. Ich freue mich, wer sich die Zeit nehmen kann, 31 Minuten Aufbau und Eröffnungen der Installationen sowie Impressionen der russischen Stadt Tscheljabinsk anzusehen.”

Aufruf zur Projektteilnahme: Equilibrium | 25. April 2014

Tanja Roolfs, Walpodenakademie Mainz, hat uns folgenden Projektaufruf gesendet. Sandarbh – Kontext – ist eine Künstlerinitiative aus Partapur / Rajastan, mit der in den vergangenen Jahren intensive Austauschbeziehungen enstanden sind, sowohl über die Kollegen_innen, die vor Ort in Indien gearbeitet haben – Brandstifter, Alexandra Deutsch, Cornelia Rößler, Tanja Roolfs – als auch über die Kunstvereine Bellevue-Saal und Walpodenakademie. – Wir wünschen ein gutes Zusammenkommen der Ideen, dem Projekt viel Erfolg:

Die Walpodenakademie Mainz lädt alle interessierten Künstler und Künstlerinnen herzlich ein, sich für EQUILIBRIUM, ein Aufenthaltsstipendium in Partapur/Indien zu bewerben. Dabei geht es darum, künstlerische Projekte in Zusammenarbeit mit Frauen-Selbsthilfegruppen und/oder Schulkindern vor Ort zu verwirklichen. Deadline ist der 15. Mai!

EQUILIBRIUM wird organisiert von Sandarbh in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Kunstverein Walpodenstraße 21 e.V. und der NGO Beneshver Lok Vikas Sanasthan.

2015 wird es vorraussichtlich eine Präsentation der Ergebnisse in Mainz geben.

Alle weiteren Informationen unter http://www.kunstzwerg.net und theprojectequilibrium.wordpress.com

 

Diese Ausschreibung darf gerne weitergeleitet werden.

Exkursion: Museum Wiesbaden | 1. April 2014

Anlass zu einem erneuten Besuch im Wiesbadener Museum war die Ausstellung „Mona“ von Sabine Dehnel, eine Serie von Frauenportraits. In ihrer Figürlichkeit eine außergewöhnliche Position in diesem Haus der klassischen Moderne, für die es sich zu kämpfen lohnte, wovon Kurator Dr. Peter Forster überzeugt ist. Er hat „Mona“ in einer Doppelausstellung mit den großen Frauenportraits von Anselm Feuerbach konzipiert, nicht unumstritten aber höchst gelungen, so die Resonanz unserer Gruppe. Dass die „Nanna“-Bildnisse aufgrund der konservatorischen Erfordernisse den Kurator bisweilen über die Grenzen von Geduld und Budget gefordert haben, ist im Angesicht der weltweit angereisten, zum Teil sehr großformatigen Malerei unmittelbar nachzuvollziehen. Dass die zeitgenössischen Werke von ihren Urheberinnen und Urhebern meist persönlich vertreten werden, verortet die bekannten Reibungen im Verlauf der Ausstellungsvorbereitung direkt im Verhältnis zwischen Kurator und Künstler. Als Besucher der Ausstellung freuen wir uns, dass der schwarze Schwan, skulpturales Novum im Werk von Sabine Dehnel zu sehen war, und als der Handarbeit verpflichtete Frauen auch über das Kabinett, das einige der im Bild identitätsstiftenden Kleidungsstücke präsentiert. Das Gespräch über die Frau, den Künstler, die Künstlerin und die Muse würden wir mit dem Kurator und der Künstlerin zu günstiger Gelegenheit sehr gern fortsetzen.

Exkursion: Kunsthalle Mainz | 21. März 2014

Am 23.01.2014 haben wir die benachbarten Landeshauptstädte besucht: Auf Einladung von Thomas D. Trummer, der inzwischen vor über einem Jahr als Leiter der Kunsthalle nach Mainz gekommen ist, sind wir in der aktuellen Ausstellung „Monica Bonvicini – Sterling Ruby“ einer arrvivierten Kollegin begegnet, die vom Kurator wegen ihrer Widerständigkeit geschätzt wird und in einen Dialog mit Position und Person eines jüngeren Kollegen gesetzt wird, der offenbar von beiden über die Ausstellung hinaus als bereichernd erlebt wird. Das Nachdenken über die Räume der Kunsthalle und ihre Wirkung auf den Betrachter, über den Blick aus dem Fenster auf das ehemalige Hafengelände, die Entwicklung der Überlegungen zur kommenden Ausstellung, ihre zeitliche und örtliche Verankerung mit den Koordinaten der Kunsthalle geben einen Einblick in die kuratorische Tätigkeit, das Selbstverständnis und den Anspruch und die Zielsetzung der Arbeit von Thomas D. Trummer in Mainz. Das ermutigt durchaus zur angesprochenen Widerständigkeit der Kunst gegenüber dem Betrieb und zur Auseinandersetzung auf Augenhöhe – nicht zuletzt dafür herzlichen Dank. Die inzwischen eröffnete Ausstellung „Gueules cassés“ mit umfangreichem Begleitprogramm empfehlen wir zum Besuch im Internet und in Mainz.