Rebekka Reich

Rebekka Reich hat in der dritten Runde unseres Projekts mit der Mentorin Katja von Puttkammer zusammengearbeitet. Zur Webseite der Künstlerin: http://www.rebekkareich.de

aktuelle Ausstellungen

Ausbildung
1995-2000 Diplom
Architektur, Technische Universität Braunschweig
1995-1996 Studium
Architektur, Escuela Técnica Superior de Arquitectura Madrid
1999-2000 Vorkurs
Modern Dance (Humphrey/Limón), Improvisation u. Tanztheater T.A.N.Z.Company, Braunschweig
2000-2001 Master
Szenografie, Leitung Peter Schweiger, Züricher Hochschule der Künste (ZHdK)

 

Mitarbeit
1995-2000
Architektur
Viktor Lopèz Cotelo, Madrid
KSP Kraemer, Sieverts & Partner, Braunschweig und Berlin
Lindemann und Partner, Braunschweig
2000 Hospitanz und Mitwirken Tanz
„Soung“, Tanzstück von Sylvia Heyden, Burgplatz OpenAir, Braunschweig
2002 Bühnenbildassistenz
„Odyssee 2002“, Schauspiel nach Homer, Regie: Helena Waldmann, Luzerner Theater, Luzern
„Der Auftrag“, Schauspiel von Heiner Müller, Regie: Stefan Nolte, Theater St. Gallen, St. Gallen

 

Lehrtätigkeit
2003
Praxis-Seminar
Szenografie, IPP Performance and Media Studies Summerschool, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2004&05 Vortrag und Tutorial
Field Work, Scenographical Design, Züricher Hochschule der Künste (ZHdK)
2006 Workshop
Scenographical Design, Junior Design Department, Summerschool für Kinder und Jugendliche, Züricher Hochschule der Künste (ZHdK)
2009 Berufung
Professur Szenografie, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitaktur

 

Förderung und Stipendien
1995
Deutscher Akademischer Austauschdienst DAAD (Jahresstipendium)
2000 Kunststiftung NRW (Jahresstipendium)
2000 Stiftung Lis und Roman Clemens Zürich ( Studienförderung)
2001 Stiftung Lis und Roman Clemens Zürich (Förderung Bühnenbildassistenz)
2002 Kulturstiftung Appenzell Ausserrhoden (Preis)
2004 Land Nordrhein-Westfalen und Europäische Union (Jahresförderung)
2009 Mentoring-Programm für Bildende Künstlerinnen, Kulturbüro Rheinland-Pfalz

 

Künstlerische Arbeit
Durch etliche Auslandsaufenthalte mit ihrer Familie entwickelte Rebekka Reich bereits in ihrer Kindheit eine ungewöhnliche Sensibilität für den Charakter von Orten. Sie studierte zunächst Architektur. Nach dieser intensiven Auseinandersetzung mit dem Raum absolvierte sie eine Grundausbildung in Zeitgenössischem Tanz, um ihren Fokus auf den menschlichen Körper und seine Bewegung zu richten. Dieser Erfahrungen setzt die Medienkünstlerin nun in stadträumlichen Interventionen sowie Audio- und Videoprojekten um und betreibt eine Art Grundlagenforschung über das Verhältnis zwischen Mensch und Raum, dem Einzelnen und seinem räumlichen Umfeld. Wesentliche Herausforderung ist die Suche nach der Schnittstelle von Einzelschicksal und Kollektivschicksal, wie sich diese mittels des Stadtraums berühren. Besonderes Merkmal ihrer Arbeiten ist der Umgang mit dokumentarischem Textmaterial aus Gesprächen und Interviews und deren musikalisch-auditive und filmische Umsetzung.
Aus einer intensiven Recherche nach Menschen und ihren Orten realisiert sie vielseitige Projekte, die die Interaktion mit den Teilnehmern suchen. Gleichzeitig formulieren sie einen kritischen, jedoch für die inhärente Schönheit der jeweiligen Orte offenen Kommentar unseres Lebensraums.

Mai 2009 NOMAD CITY PASSAGE LINZ, installatives Ereignis, „Zelten, wo andere wohnen“: ein Zeltplatz wandert durch Orte, die Stadtrand charakterisieren und bietet Besuchern und Bewohnern einen ungewöhnlichen Zugang zu Orten des eigenen Lebensraumes, Konzept/Realisation (mit Oliver Gather), Kunstfestival „Festival der Regionen/Normalzustand“ Lind09 Kulturhauptstadt, Linz (A), www.fdr.at
Mai 2009/2008 UNENDLICHKEIT AUF 2M2, Essaykurzfilm über Menschen in der Stadt und das Verhältnis zur Zeit ausgehend von Telefonnotizen ausländischer Taxifahrer während ihrer Wartezeit, Konzept/Realisation (mit Marcus Vila Richter u. Anne Lorenz) in Koproduktion mit Shedhalle Zürich, Zürich/Köln, Premiere Mai 2009 im Schweizer Wettbewerb des „Videoex Experimentalfilm & Video Festival“ Zürich, www.videoex.ch
gefördert von: Eidgenössische Ausländerkommission / Stiftung für Bevölkerung, Migration und Umwelt / Kantonaler Beauftragter für Integrationsfragen Zürich / IZZO Billard Academy / birdsmill media
2007 STADTRAUSCHEN, Audiowalk, eine audiovisuelle Expedition für einen Spaziergänger mit Kopfhörer: Eintauchen in die Hintergründe der Stadt St. Gallen, Konzept/Realisation (mit Karin Bucher/EXPEDITION BUCHERREICH) in Koproduktion mit dem Theater St. Gallen im Rahmen der St. Galler Autorentage, Theater St. Gallen (CH), www.stadtrauschen.info
gefördert von: Amt für Kultur Kanton St. Gallen / Fachstelle Kultur St. Gallen / Arnold Billwiller Stiftung / Ortsbürgergemeinde St. Gallen
TAXI CARAMBOLAGE, temporäre Audioinstallation und Spielevent im Stadtraum für 12 Stunden, Konzept/Realisation (mit Anne Lorenz), Langstraße, Zürich
gefördert von: Beauftragter für Integrationsfragen des Kantons Zürich, Integrationsförderung der Stadt Zürich
2006 TAXI RÜCKSPIEGELBLICK Audio- & Objektinstallation zu kulturbedingten Wahrnehmungsverschiebungen in Zusammenarbeit mit Zürichs Taxi fahrenden Immigranten, Konzept/Realisation (mit Anne Lorenz), Shedhalle, Zürich
gefördert von: Shedhalle Zürich / BMU-Stiftung / Eidgenössische Ausländerkommission / Karl Morf AG / Toyota AG / Taxi 444 AG
ZIMMERSTUNDE, Performance mit Tanz, Text, Ton und Projektion über das Verhältnis zum Heimischen und den damit einhergehenden Phänomenen der Abgrenzung und des individuellen Rückzugs in den privaten Schutzraum, Konzept/Realisation (mit Christina Sutter), Blauer Saal/Orangerie, Zürich/Köln
gefördert von: Kulturamt Köln / Kunststiftung NRW / SK-Stiftung Kultur / Fachstelle Kultur Kanton Zürich / Kulturamt Zürich / Sophie & Karl Binding Stiftung / Georges & Jenny Bloch Stiftung / Schweizer Interpreten Gesellschaft / Ernst Göhner Stiftung
2005 REFLECTING FEMALE BODIES, Bühnenbild und Dramaturgie des Tanzstückes für zwei Tänzerinnen von Sandra Scholl, corporeal production, Theater Roxy/E-Werk, Freiburg/Basel
NOMAD CITY PASSAGE DÜSSELDORF, installatives Ereignis, das sich anhand von fünf halböffentlichen Orten, die für Düsseldorfs Prosperität stehen, Fragen nach dem Sich-Aneignen von Raum zuwendet, Konzept/Realisation (mit Oliver Gather), Düsseldorf, www.nomadcitypassage.de
gefördert von: Kulturamt Düsseldorf / Stadtplanungsamt Düsseldorf / Abteilung Kulturelle Entwicklung des museum kunst palast / Kunststiftung NRW
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2005
TAXI MADRID, Audio- & Objektinstallation in Madrilenischen Taxis, über Wahrnehmung und Logik der Erinnerung im städtischen Kontext, Konzept/Realisation (mit Anne Lorenz), Festival „Madrid Abierto“, Madrid (E), www.madridabierto.com
2002 DER ZOOBÄR, Inszenierungskonzept und Ausstattung, Oper von Jost Meier, Regie: Peter Rasky, Konzept/Realisation (mit Anne Lorenz), Theater an der Sihl, Zürich
TURNTABLE, Solotanzstück mit Hörspur zum Theam Wiederholung und Wiederkehr, Konzept/Realisation (mit Christina Sutter), Tanzplattform „12 min max“, Tanzhaus Wasserwerk, Zürich
2001 ROSEN FÜR ALICE…FR.9,80, bespielte Rauminstallation über das Verhältnis von Einzel- und Kollektivschicksal ausgehend von zwei gefundenen Kassenbüchern, Text v. Cees Nooteboom, Konzept/Realisation (mit Noel Fischer, Tanz: Christina Sutter), Lagerhalle Firma Delux, Zürich
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BUCHERREICH Szenografie zusammen mit Karin Bucher
Szenografie entsteht aus dem Zusammenspiel von Inhalt, Raum und Publikum. Ein Thema wird durch die Raumgestaltung, den Klang, das Licht, die Gegenstände, das Bild, den Text und die Geschehnisse im Raum an ein Publikum kommuniziert. Der Zuschauer ist dabei aktiver Betrachter.
BUCHERREICH Szenografie realisiert Auftragsarbeiten im Bereich Ausstellungskonzeption/-realisation und inszenierten Rundgängen. Konzeption und Durchführung von räumlichen Inszenierungen und inszenierten Räumen.
laufend WUNDERKAMMER ZÜNDHOLZ, Dauerausstellung über das Zündholz im ehemaligen Mineralienmuseum E. Bally, Konzept/Projektleitung, Konrad-Nef-Stiftung, Schönenwerd (CH)
2008 9063 STEIN AR – FELDFORSCHUNG DIREKT, Audio- & Objektinstallation, ein Ortsportrait ausgehend von Interviews mit Menschen über ihre Dinge im Rahmen der Sonderausstellung „So Züüg – Populäre Objektkultur im Appenzellerland“, Konzept/Realisation, Appenzeller Volkskundemuseum, Stein AR (CH)
TUCHSTADT WÜLFING, Konzept/Entwurf für eine Dauerausstellung in der ehemaligen Textilfabrik Wülfing unter dem besonderen Fokus der ehemaligen Mitarbeiter als Wissenslieferanten, Wülfingmuseum e.V., Radevormwald (D)
2006 KUNST UND KLEID, Konzept für ein Kulturevent mit Ausstellung, das Tradition und Innovation verbindet im Rahmen des Programms ECHOS von Pro Helvetia, eingeladener Wettbewerb des Amtes für Kultur des Kantons St. Gallen
2004 EIN HOTEL VERWÖHNT SICH SELBST, Videofilm und inszenierter Rundgang anlässlich der Wiedereröffnung Hotel Hof Weissbad, Konzept/Realisation, in Koproduktion mit Karrer Multivision, Hotel Hof Weissbad Weissbad (CH)
2003 BRUNDIBÄR, Bühnenbild, Kinderoper v. H. Kràsa u. A. Hoffmeister, Regie: Barbara Bucher, Konzept/Realisation, Karthause Ittingen, Ittingen (CH)
STADTSPAZIERGANG, szenografisch geführter Rundgang durch die Stadt an der Grenze von Alltag und Fiktion als Vorspiel zu Peter Handkes „Die Stunde, da wir nichts von einander wussten“, Regie: Dodo Deér, Konzept/Realisation, in Koproduktion mit Theater St. Gallen, Pico-Pello-Platz, St. Gallen (CH)
FORTSCHRITT, Videotanzfilm über Heimat und Landschaft, Konzept/Realisation, Koproduktion mit Karrer Multivision, Kulturstiftung Appenzell Ausserrhoden
2002 EXPOSURE, Entwurf für den Schweizer Pavillon auf der Expo 2004 St. Dénis-Paris zum Thema Image Schweiz, Wettbewerb der „Präsenz Schweiz“
GRUBENMANNSAMMLUNG, Entwurf für eine Ausstellung über besondere Appenzeller Holzkonstruktionen aus dem 18. Jh. und deren Baumeister, Kulturkommission Teufen (CH)
ZENTRUM FÜR BAUEN UND KULTUR, Studie über die inhaltliche und räumliche Umnutzung des Zeughauses von Teufen, Kulturkommission Teufen, Teufen
BÜCHERKUBUS, Audio- & Objektinstallation anlässlich der Bibliothekswiedereröffnung, Konzept/Realisation, Gemeindebibliothek, Teufen
2001 DAS ZÜNDHOLZMUSEUM, Konzept für eine Ausstellung über das Zündholz mit durch Licht und Ton geführtem Rundgang, Konrad-Nef-Stiftung, Teufen